Anke Hengelmolen-Greb
Bobath Grundkurs

Ankes NeuroScience-Letter

Für meine ehemaligen Kursteilnehmer, aber auch für alle therapeutischen Kollegen biete ich einen kleinen "Service" an, sie erhalten einmal im Monat einen NeuroScience-Letter von mir. 

 

Da ich ja der Meinung bin, dass Therapeuten UP TO DATE sein sollten und dies am effektivsten durch das Lesen von WISSENSCHAFTLICHEN STUDIEN passiert, 
versende ich in diesem Letter immer die Zusammenfassung einer aktuellen, neurologischen Studie, praktischerweise in deutscher Übersetzung. 

 

.... quasi Therapie-Wissenschaft in wohldosierten Häppchen ��

☝️

Wenn Ihr diesen NeuroScience-Letter ebenfalls erhalten möchtet, dann schreibt mir einfach eine PN per E-Mail an anke.greb@gmx.de.

 

Hier der aktuelle Newsletter, Ausgabe Juli 2018

 

Hallo Ihr Lieben!

Hier kommt Euer NeuroScience-Letter No. 14!

Therapie hat ja für uns Bobath-Therapeuten immer den Problemlösungsansatz - und diese Problemlösung betrifft den Alltag des Patienten und somit das Erreichen seines Partizipationsziels. 

Diese kleine Pilot-Studie untersucht die Wirkung von problemlösungs-orientierter Physiotherapie. Ein guter Ansatz, wie ich finde - und wir sind gespannt, ob eine größere Forschungsarbeit folgen wird. 

Viel Spaß beim Schmökern!

Titel:

Physiotherapy based on problem‐solving in upper limb function and neuroplasticity in chronic stroke patients: A case series

Problemlösungs-orientierte Physiotherapie und ihre Auswirkungen auf die Funktion der oberen Extremität und die Neuroplastizität: eine Fallserie

Autoren:

Raquel Carvalho PT, MSc, Doctoral Student 1,2
Elsa Azevedo MD, PhD, Doctoral of Medicine 
Paulo Marques PhD, Eng 2,4 
Nuno Dias PhD, Eng 2,4,5 
João José Cerqueira MD, PhD, Doctoral of Medicine 2,4

Department of Physical Therapy, CESPU, Institute of Research and Advanced Training in Health Sciences and Technologies, Portugal
Life and Health Sciences Research Institute (ICVS), School of Health Sciences, University of Minho, Portugal
Department of Neurology, Hospital São João and Faculty of Medicine of University of Porto, Portugal
ICVS/3B's—PT Government Associate Laboratory, Braga/Guimarães, Portugal
DIGARC, Polytechnic Institute of Cavado and Ave, Barcelos, Portugal

Quelle:

J Eval Clin Pract. 2018;1–9.wileyonlinelibrary.com/journal/jep© 2018 John Wiley & Sons, Ltd.

Begründung und Ziele:

Die Wiederherstellung der oberen Extremität ist eines der Hauptanliegen der Neurorehabilitation des Schlaganfall-Patienten. Die Neuroplastizität könnte einer solchen Erholung insbesondere in der chronischen Phase zugrunde liegen. Der Zweck dieser Studie war es, die Wirkung von Physiotherapie, basierend auf Problemlösung, bei der Wiederherstellung der Armfunktion bei chronischen Schlaganfallpatienten zu bewerten und die neuroplastischen Veränderungen zu erforschen.

Methoden:

Eine kleine Pilotstudie mit 3 Teilnehmern in der Experimentalgruppe unter Verwendung eines Pre-Post-Testdesigns wurde durchgeführt. 

Neuroplastizität und Armfunktionen wurden wie folgt gemessen: 

  • funktionelle Magnetresonanztomographie (während der motorischen Bildgebung und Leistung), 
  • Action Research Arm Test
  • Motor Assessment Scale
  • Fugl-Meyer-Assessment Scale
in 3 aufeinanderfolgenden Zeitabschnitten:
  • Baseline (m0- vor einer 4-Wochen-Periode ohne Physiotherapie)
  • Vor der Therapie (m1)
  • Nach der Therapie (m2)

Minimale, klinisch wichtige Unterschiede wurden bewertet. Die Rater waren geblindet. 

Die Patienten unterzogen sich 4 Wochen lang an 5 Tagen der Woche einer 50-minütigen Physiotherapie-Sitzung. 

Vier Kontroll-Personen (gesund) dienten als Referenz für funktionelle Veränderungen innerhalb der Magnetresonanztomographie.

Ergebnisse:

Alle Patienten erholten sich nach den Intervention um mehr als 20% in den genannten Scores. 

Die Schlaganfallpatienten hatten ähnlich vergrößerte Bereiche wie die gesunden Probanden während und nach der motorischen Ausführung (m2), aber nicht während der motorischen Bildgebung zu Beginn der Studie (m0 + m1). 

Folglich erhöhten alle Patienten die Aktivität im kontralateralen präzentralen Bereich nach der therapeutischen Intervention.

Schlussfolgerungen:

Diese Studie zeigt, dass 4 Wochen Physiotherapie die Wiederherstellung der Armfunktion und die Neuroplastizität bei allen chronischen Schlaganfallpatienten fördert. Zukünftige Forschung wird empfohlen, um die Wirksamkeit dieser Therapieform deutlicher zu bestimmen.

 

Meine nächsten Bobath-Grundkurse - 

  und endlich auch mal ein Bewegungsanalyse-Kurs:

Bewegungsanalyse-Kurs in Neuss

Dieses Jahr biete ich in Neuss einen Bewegungsanalyse-Kurs an, auch gut geeignet, um die Analyse-Fähigkeiten mal wieder aufzufrischen!

Der Kurs findet statt im Johanna Etienne Krankenhaus in Neuss.
Termin:
30.08. bis 31.08.2018
Kontakt über Frau Schirk unter Tel: 02131 - 52 95 91 32, E-Mailp.schirk@ak-neuss.de
 
 
Hier kommt mein Herzens-Kurs- 2019 ist es soweit in meinem Heimatort Grünebach im wunderschönen Westerwald

Hier haben mein Mann und ich die letzten beiden Jahre fleißig unser „BaumHaus“ gebaut und ein schönes Therapiezentrum integriert. 
Dort wird in 2019 der "Premieren-Bobath-Kurs" laufen und ich freue mich darauf sehr!!!
Termin:
1. Teil: 01.04. - 09.04.2019 (06.04. kursfreier Tag)
2. Teil:  12.08. - 18.08.2019 
Kontakt über mich: Tel: 0170 - 35 36 569, E-Mail: anke.greb@gmx.de
 

Herzliche Grüße an Euch Alle! 

Eure Anke & der Kalle :-)

PS: wer den NeuroScience-Letter nicht mehr bekommen möchte, antwortet einfach auf diese E-Mail und bestellt ihn ab. 


Anke Hengelmolen-Greb
Physiotherapeutin (PT), Master of Science (M.Sc.) Neurorehabilitation & Neurorehabilitationsforschung, 
Bobath-Instruktor IBITA, Heilpraktikerin (Physiotherapie),
www.bobath-grundkurs.de
Herausgeberin und Mit-Autorin des Buches „Leitfaden Physiotherapie in der Neurologie“, 
Elsevier-Verlag 
Autorin des Buches „Evidence Based Practice (EBP) in der neurologischen Rehabilitation“,
Elsevier-Verlag
Link zum Buch
Fachklinik für Neurologie, Medical Park Bad Camberg GmbH & Co. KG
www.medicalpark.de
Handicap-Tauchlehrerin, Verein für therapeutisches Tauchen "Lass die Schwere los e.V."
www.therapietauchen.de
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